In Deutschland ist die Konferenz das herausragende maritime Ereignis des Jahres 2011
Wilhelmshaven, 28.05.2011
In Wilhelmshaven eröffnete der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, MdB (FDP) die “7. Nationale Maritime Konferenz” vom 27. – 28. Mai 2011 im Konferenz-Center einer eigens angelegten Pagoden-Zeltstadt auf der neu aufgespülten Fläche des künftigen Container Terminal des JadeWeserPort, Am Tiefen Fahrwasser Wilhelmshaven und rund 1000 maßgebliche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Administration und den Medien diskutierten inmitten einer Riesenbaustelle zwei Tage über die aktuellen und kommenden Herausforderungen der maritimen Branche und gaben Handlungsempfehlungen für Erhalt, Sicherung und Ausbau der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der maritimen Wirtschaft Deutschlands. Die Maritime Wirtschaft ist ein wichtiges Politikfeld des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und Ziel ist es, den maritimen Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu stärken. Dabei hat sich die seit 2000 regelmäßig stattfindende Nationale Maritime Konferenz zu einem bewährten maritimen Dialogforum entwickelt.
Begrüßt wurden die Konferenzteilnehmer zur Eröffnung der Plenumssitzung in der Zeltstadt mit maritimen Flair, an der Konsul Günter Marten, Vorsitzender des Beirates der Web-Dome GmbH (www.web-dome.com) teilnahm, durch den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Hans-Joachim Otto, MdB (FDP). Anschließend folgten die Grußworte von Wilhelmshavens Oberbürgermeister Eberhard Menzel (SPD) und dem niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode, MdL (FDP). Hauptredner war der neue Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, MdB (FDP), der in seiner vielbeachteten frei gesprochenen Rede feststellt: “Es könnte kaum einen besseren Ort für die siebte Nationale Maritime Konferenz geben als den JadeWeserPort – dieses maritime Zukunftssignal für Wilhelmshaven, für Niedersachsen und für Deutschland. Die maritime Wirtschaft wurde von der Krise hart getroffen. Sinkende Charterraten, niedrige Umschlagszahlen in den Häfen, ausbleibende Schiffbauaufträge – maritime Unternehmen sind in schwere Existenznöte geraten. Heute können wir erfreulicherweise feststellen: Die maritime Wirtschaft ist besser als erwartet durch die Krise gekommen. Das liegt vor allem an den Unternehmen sowie deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sie haben sich mit großen Anstrengungen neu aufgestellt und auf die Zukunft vorbereitet. Ein Beispiel sind deutsche Werften. Mit dem Bau von Spezialschiffen haben sie sich strategisch neu ausgerichtet”.
Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler (hier am Rednerpult) verwies aber auch auf die Rolle der Politik bei der Bewältigung der Krise: “Auch im maritimen Bereich fahren wir einen ordnungspolitisch sauberen Kurs. Wir schaffen Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung, anstatt einzelne Unternehmen zulasten anderer zu protegieren. Mit der wirtschaftlichen Erholung hat die Bundesregierung das Kriseninstrumentarium auslaufen lassen. Stattdessen investieren wir gezielt in Ausbildung, Innovation, Forschung und Entwicklung. Wir haben die Förderung von Forschung und Entwicklung im Schiffbau bis heute um gut 30 Prozent erhöht. In der mittelfristigen Finanzplanung sind es sogar gut 50 Prozent”.
Zu dem neuen “Nationalen Masterplan Maritime Technologie” führte Minister Rösler aus: “Wir haben damit ein Instrument, um gemeinsame Strategien für die Meerestechnik zu entwickeln und umzusetzen. Der Masterplan fokussiert auf verschiedene Bereiche der Meerestechnik. Ich nenne nur die Stichworte Offshore-Windenergie sowie Rohstoffgewinnung und -versorgung. Es geht zum Beispiel darum, Leuchtturmprojekte zu entwickeln oder den Fachkräftebedarf im Bereich der Meerestechnik zu analysieren”.
Bundeswirtschaftsminister Dr. Rösler stellte fest: “Die maritimen Konferenzen sind Ideenschmieden für einen starken maritimen Sektor. Die Stärkung des maritimen Netzwerkes ist im volkswirtschaftlichen Interesse Deutschlands. Es ist gut, dass wir auch dieses Mal die Nationale Maritime Konferenz dazu nutzen, die Weichen dafür richtig zu stellen”.
Die “Nationale Maritime Konferenz” ist die größte maritime Fachkonferenz in Deutschland und hier erörtern maßgebliche Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam Herausforderungen und Wege zur Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der maritimen Wirtschaft Deutschlands. In sechs Workshops erarbeitet die Konferenz konkrete Handlungsempfehlungen und gibt wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der Branche. Am Eröffnungstag der “7. Nationalen Maritimen Konferenz” fanden die parallel laufende Workshops I – VI zu den Themen “Schiffbauindustrie – Der deutsche Handels- und Marineschiffbau im internationalen Wettbewerb- Werften und Zulieferer vor neuen Herausforderungen”, “Hafenwirtschaft & Logistik – Häfen im Aufschwung – Strategien für die Zukunft”, “Seeschifffahrt – Deutsche Seeschifffahrt auf Zukunftskurs”, “Meerestechnik ist Zukunft”, “Offshore-Windenergie – Maritimer Wachstumssektor Offshore-Windenergie” und “Klima und Umweltschutz im Seeverkehr – Klimawandel – Herausforderungen, Risiken und Chancen für die Seeschifffahrt” statt, die bei den Konferenzteilnehmern auf großes Interesse stießen.
Konsul Günter Marten, Vorsitzender des Beirates der Web-Dome GmbH am zweiten Konferenztag der “7. Nationalen Maritimen Konferenz”, der mit den Berichten zu den Ergebnissen der Workshops I bis VI begann, die vom Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Otto, MdB moderiert wurden. Nach den Berichten folgten die Statements des Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Peter Ramsauer, MdB (CSU) und der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Katherina Reiche, MdB (CDU). Bundesverkehrsminister Dr. Ramsauer stellt den Ausbau der norddeutschen Häfen an die Spitze der Rangliste umzusetzender Projekte und bescheinigt der maritimen Wirtschaft exzellente Zukunftschancen. “Die Schifffahrt bietet Arbeitsplätze für Hochqualifizierte” sagte Minister Dr. Ramsauer und betont, dass die Ausbildung in diesem Bereich daher von herausragender Bedeutung sei. Damit zukünftig im Offshorebereich kein Fachkräftemangel herrscht, muss jetzt in der Aus- und Weiterbildung etwas getan werden, denn um auf Offshore-Windenergieanlagen tätig sein zu können, benötigt man bestimmte Qualifikationen.
Anschließend folgte die Rede des Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, David McAllister, MdL (CDU), in der er besonders die Bedeutung der Hafenwirtschaft betonte. In diesem Wirtschaftszweig arbeiten 40.000 Menschen und zu den wichtigen Feldern zählen auch der Schiffbau und die Meerestechnik. “Die Forschung und Entwicklung in diesen Bereich muss weiter gefördert werden”, so Ministerpräsident McAllister, der zudem im Bereich der Offshore-Energie eine einmalige Chance für die Küstenregion sieht.
Die Grundsatzrede der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel, MdB (CDU), fand allgemeine Beachtung. Die Wirtschaftskrise, so die Bundeskanzlerin, mache die Verflechtung der Weltwirtschaft deutlich, dabei habe sich das Konzept für die maritime Wirtschaft bewährt. Mit Containerschiffen sei ein Mithalten mit der internationalen Konkurrenz schwierig und deshalb sieht sie die Chance für deutsche Werften und die maritime Wirtschaft daher im Spezialschiffbau und in der Offshore-Windenergie. Für den Ausbau der Offshore-Windenergie stünden in 2011 weitere 28 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung und damit solle eine Steigerung der Kapazität im Offshore-Bereich erreicht werden. Zudem würden dafür im KfW-Sonderkreditprogramm 5 Mrd. Euro freigegeben. Das Genehmigungsverfahren für Offshore-Windparks soll zukünftig laut Bundeskanzlerin Merkel gebündelt werden und zudem müsse man verstärkt daran arbeiten, ökonomische und ökologische Ziele zusammen zubringen. “Die Konferenz ist ein Meilenstein für die Maritime Wirtschaft”, lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede und “Wilhelmshaven ist ein toller Austragungsort”. Seit der ersten Konferenz im Jahr 2000 in Emden sei sehr viel passiert, so die Kanzlerin.
In der Konferenz-Zeltstadt an der Kaje der Baustelle für den Containerhafen Jade-Weser-Port bestand in einem perfekten Ambiente ausreichend Gelegenheit für eine informelle Begegnung zwischen Politik und Vertretern der Wirtschaft, die bei solchen Veranstaltungen oft noch wichtiger ist als alle offiziellen Reden und Diskussionen. Zusammen mit der Europaabgeordneten Gesine Meißner, MdEP (FDP), Ministerialdirigentin Ulla Ihnen, Abteilungsleiterin “Zentrale Aufgaben, Energie, Klimaschutz” beim Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz in Hannover und dem Stv. Präsidenten des Maritimen Industriezirkel Bonn-Berlin (www.dmkn.de), Klaus-Peter Timm, FKpt.a.D. erörterte Konsul Günter Marten mit Blick auf die sturmgepeitschte Jade beim Mittagsimbiss maritime Themen. Während der “7. Nationalen Maritimen Konferenz” hatte an der Kaje des JadeWeserPorts der Einsatzgruppenversorger (EGV) “Berlin” der Deutschen Marine festgemacht. Mit einer Länge von 174 m und einer Verdrängung von mehr als 18.000 t ist die “Berlin” das größte Schiff der Marine und ihre Schwesterschiffe “Frankfurt am Main” und die im Bau befindliche “Bonn” sollen künftig ebenfalls in Wilhelmshaven stationiert werden. Erstaunlich war für Konsul Günter Marten, dass die Marine bzw. die Marinerüstung auf der “7. Nationale Maritime Konferenz” in den maritimen Workshops und Statements der Politiker und Vertretern der Wirtschaft kaum thematisiert wurde.
Konsul Günter Marten und Ministerialdirigentin Ulla Ihnen, Abteilungsleiterin “Zentrale Aufgaben, Energie, Klimaschutz” beim Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz in Hannover auf der “7. Nationalen Maritimen Konferenz” in Wilhelmshaven.
Konsul Günter Marten, ehemaliger Bundestagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern, traf auf der “7. Nationalen Maritimen Konferenz” Ministerialdirigentin Ulla Ihnen, Abteilungsleiterin “Zentrale Aufgaben, Energie, Klimaschutz” beim Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz in Hannover, die früher das Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union (EU) in Brüssel, Boulevard Saint Michel 80, leitete. In Zusammenarbeit mit der Universität Rostock hatten beide für die Studenten die Seminare zum Thema „Forschung, Lehre und Förderung der Studenten in Mecklenburg-Vorpommern“ geleitet.
Auf der “7. Nationalen Maritimen Konferenz” konnte Konsul Günter Marten im Rahmen der informellen Begegnung zwischen Politik und Vertretern der Wirtschaft die Web-Dome GmbH (www.web-dome.com) vorstellen, ein Unternehmen der Internet-Branche, das sich zum Ziel gesetzt hat, Veranstaltungen in Sport, Kunst und Musik in hervorragender Qualität im Internet zu übertragen. Die langjährige Erfahrung des Unternehmens im Bereich Medien und Marketing, IT und Telekommunikation, Veranstaltungswirtschaft und Rechtemanagement stellt eine einmalige Synergie der realen Welt des Veranstaltungsmanagements und der virtuellen Internetwelt dar. Durch ihr Angebot bietet die Web-Dome GmbH einen neuartigen Zusatznutzen für Konzert-, Sport- und Museums-Besucher und eröffnet hierdurch Künstlern, Veranstaltern, Hallenbetreibern, Galeristen, Ticketagenturen und Museen neue Vermarktungsmöglichkeiten. Die Web-Dome GmbH verkauft Emotionen für Besucher von Veranstaltungen, die diese noch einmal nacherleben oder konservieren wollen, und für Kunst-, Sport- und Musikbegeisterte, die nicht persönlich an einer Veranstaltung teilnehmen können.




